Heizen mit Pellets – Welche Sorten gibt es?

Hat man sich einmal für das Heizen mit Pellets entschieden, steht man vor der Herausforderung, welche Sorte der kleinen zylindrischen Holzpresslinge nun die Richtige ist. Eine große Auswahl und kompliziert klingende Namen der unterschiedlichen Zertifizierungen haben schon so manchen Pellets-Kunden zur Verzweiflung gebracht. Damit ist nun Schluss – ein Blick auf die wichtigsten Pellets-Sorten.

Infografik_Pellets_Zertifizierung

Ländernormen von Europanorm abgelöst

Um zu verstehen, welche Pellets-Sorten es gibt, ist es wichtig, dass man zwischen Normen und Zertifizierungen unterscheidet. Bevor eine einheitliche EU-Norm zum Standard wurde, gab es in vielen europäischen Ländern eigene Normen. Wie ein Pellet auszusehen hatte, konnte also jede Nation selbst bestimmen. Nun gibt es für jedes Mitgliedsland die verpflichtende Norm EN14961-2. Diese gibt einen Rahmen vor, wie Pellets auszusehen haben und welche Eigenschaften sie aufweisen müssen. Das sind etwa Regelungen bezüglich Größe, Beschaffenheit, Heizwert und Verbrennungsverhalten der Pellets. Basierend auf dieser EU-Norm gibt es wiederum spezielle Zertifizierungen, die umgangssprachlich auch als Pellets-Sorten verstanden werden.

Die Qualität macht den Unterschied

Die Unterschiede der Pellets-Sorten beziehen sich hauptsächlich auf die Qualität und die Überprüfung des Herstellungsprozesses der kleinen Energieträger. Die verpflichtende Mindestqualität wird durch die Norm EN14961-2 festgelegt, weitere Qualitätsmerkmale werden dann in den zusätzlichen Zertifizierungen geregelt.

Pellets-Sorten: Zertifizierungen im Überblick

Aufbauend auf der EU-Norm EN14961-2 gibt es folgende Arten von Pellets:

  • DIN EN 14961-2 – Klasse A1
  • DIN EN 14961-2 – Klasse A2
  • DIN EN 14961-2 – Klasse B
  • DIN Plus EN 14961-2
  • EN Plus EN 14961-2

Während Pellets der Sorte DIN EN 14961-2 Klasse A1 quasi die Mindestqualität markieren, sind jene der Klassen A2 und B eher nicht für den Eigenbedarf empfehlenswert. Mit in die EU-Norm aufgenommen wurde die Pellets-Sorte DIN EN 14961-2 Klasse A2 aufgrund der weiten Verbreitung in Südeuropa. Sie weist einen höheren Aschegehalt auf und wird von Experten auf Dauer nicht für die Heizung empfohlen, da es zu einer erhöhten Schlacke-Bildung kommen kann. Oft stellt sich die Frage aber nicht, weil sie im deutschsprachigen Raum kaum zu bekommen sind. Pellets mit der Zertifizierung DIN EN 14961-2 Klasse B sind ausschließlich für industrielle Zwecke gedacht und kommen in Privathaushalten nicht zur Anwendung.

Bei Einsatz von Klasse A2 Pellets bitte unbedingt die Herstellervorschriften beachten!