Der Heizwert von Pellets

Der Heiz- bzw. Brennwert ist eine entscheidende Größe, die angibt, wie effizient mit einem bestimmten Energieträger geheizt werden kann. Muss man etwa für die Warmhaltung der eigenen vier Wände Unmengen an Brennstoff aufwenden, ist das wenig kosten- bzw. umweltfreundlich, und damit nicht gerade effizient. Gemessen werden die beiden Größen in Kilojoule je Kilogramm (kJ/kg), angegeben werden sie meist in der gängigeren Größe Kilowattstunden.

Brennwert und Heizwert

Wer zum Brenn- bzw. Heizwert von Pellets oder anderen Energieträger recherchiert, wird schnell feststellen, dass diese beiden Begriffe häufig synonym verwendet werden. Richtig ist das aber nicht, denn es handelt sich bei den beiden Begriffen um verschiedene Größen.

Vorweg: Der bereinigte und damit aussagekräftigere Wert in Bezug auf die Qualität von Pellets ist der Heizwert. Der Brennwert gibt die gesamte potenzielle Energie eines Brennstoffes an, worunter auch die Kondensationswärme fällt. Diese entsteht beim Verbrennen von Wasser und kann nur in einem Brennwertkessel in Heizenergie umgewandelt werden. Bei einer herkömmlichen Pelletheizung entweicht die Kondensationswärme über den Schornstein und bleibt ungenutzt. Der Heizwert von Pellets hingegen lässt die Energie frei werdender Gase unberücksichtigt, und beschränkt sich rein auf die Energieeffizienz des Brennstoffes.

Erst der Vergleich zeigt den Heizwert von Pellets

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Etwa 4,9 Kilowattstunden (kWh) Energie stecken in einem Kilogramm Pellets. Abhängig ist das in erster Linie von der Qualität der Pellets, der Lagerung und dem Transport. Wichtig, um eine sinnvolle Aussage zur Effizienz machen zu können, ist der Vergleich mit anderen Energieträgern wie Öl und Erdgas. Bleibt man bei diesen beiden Heiz-Alternativen, fällt eines sofort auf: Öl und Erdgas weisen beide einen bedeutend höheren Heizwert auf – im Schnitt sogar doppelt so viel. So birgt ein Liter Heizöl rund 9,8 kWh Energie, ein Kubikmeter Erdgas ca. 10,1. Der Heizwert von Pellets wirkt neben diesen beiden Brennstoffen relativ gering. Erst wenn man den Faktor Preis und Umweltverträglichkeit mit ins Spiel bringt, zeigt sich der wahre Vorteil des Naturheizstoffes. So sind Pellets im Heizbetrieb nicht nur günstiger als Öl und Erdgas, sie verursachen auch einen weitaus geringeren CO2-Ausstoß.

 Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Heiz- und Brennwert bezeichnen unterschiedliche Größen
  • Angegeben werden die beiden Größen in Kilowattstunden
  • Die Betrachtung des Heizwertes ist nur in Zusammenhang mit dem Preis je kWh sinnvoll
  • Der Heizwert von Pellets ist abhängig von: Lagerung, Transport und Pellets-Qualität

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