Internationaler Pelletpreis und Pelletmarkt

In den vergangenen Jahren hat das Thema Energiepreise an Bedeutung zugenommen und sorgt seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 immer wieder für Aufregung. Kaum einer vermag noch vorauszusehen, wie sich die Preise für diverse Energieträger entwickeln. Erdöl-, Treibstoff- und Erdgaspreise unterliegen starken Schwankungen. Im Gegensatz dazu verhält sich der Pelletpreis bis jetzt wie ein Fels in der Brandung.

Zweiteilung des Marktes

Auch der Pelletpreis unterliegt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Interessant dabei ist, dass global gesehen unterschiedliche Nachfrageformen zu zwei vollkommen unterschiedlichen Marktstrukturen geführt haben: Auf der einen Seite gibt es Länder, in denen Pellets vorwiegend für Kleinanlagen benötigt werden und auf der anderen Seite gibt es Nationen, die Pellets nahezu ausschließlich für industrielle Zwecke verfeuern. Zu Ersteren zählen Länder wie Österreich und Deutschland, während in Schweden beispielsweise hauptsächlich Industrieanlagen mit Pellets befeuert werden. Die unterschiedlichen Strukturen sorgen natürlich auch für einen anderen Pelletpreis in den jeweiligen Ländern.

Die Großen erhöhen den Druck

Dass Pellets eine zukunftsweisende Form der Energieerzeugung sind, hat längst die ganze Welt erkannt. Verstärkt entstehen Kraftwerke, die aus Unmengen an Pellets Strom erzeugen. Daraus ergibt sich eine massiv gesteigerte Nachfrage. Darauf reagiert der Markt natürlich und es entstehen immer mehr Großanlagen zur Pelletproduktion. Das erhöht den Druck auf viele kleine Produzenten, die lokal agieren und zunehmend von globalen Groß-Anbietern in einen Preiswettbewerb gedrängt werden. So stellen die Mehrheit der Pellet-Hersteller rund 50.000 Tonnen im Jahr her, während Großanlagen, wie jene des russischen Produzenten Vyborgskaya Cellulose (nahe der finnischen Grenze) , 900.000 Tonnen produzieren. Das ist mehr als Österreichs gesamte Jahresproduktion. Auf den Konsumenten wird sich das aller Voraussicht nach positiv auswirken, denn der erhöhte Wettbewerb wird den Pelletpreis auch in Zukunft stabil halten.