Die Pellets-Herstellung

Pellets bestehen – wie der Name verrät – aus dem Naturstoff Holz. Wichtig dabei ist, dass dieses Holz ein Nebenprodukt anderer Verarbeitungsvorgänge ist. Das heißt: Bei den kleinen Holzpresslingen handelt es sich um ein Recyclingprodukt. Kein Baum wird mit dem Ziel gefällt, zu Pellets verarbeitet zu werden.

Holz und nur Holz

Säge- und Hobelwerke sind ein Musterbeispiel dafür, in welcher Form Holz zu Pellets verarbeitet wird. Säge- und Hobelspäne, die beim Sägen und Hobeln anfallen, werden nicht einfach weggeworfen, sondern direkt für die Holzpellets-Herstellung genutzt. Damit die Reste verarbeitet werden dürfen, müssen sie zahlreichen Qualitätskriterien entsprechen. So dürfen etwa keine Zusatzstoffe oder Chemikalien im Holz sein, die Feuchtigkeit darf einen gewissen Wert nicht übersteigen und auch die Qualität des Holzes an sich wird geprüft.

Auch Größe und Härte der Holzspäne spielen eine maßgebliche Rolle bei der Verarbeitung. Jede Holzart stellt andere Ansprüche an die Pelletpresse: Harthölzer wie Eiche und Buche etwa müssen mit mehr Druck gepresst werden als weichere Hölzer wie beispielsweise von Nadelbäumen. Generell folgt die Pellets-Herstellung strengen, genau überwachten Auflagen, die eine konstante Qualität österreichischer Holz-Pellets sicherstellen soll.

In Form gebracht

Infografik_Pellets_HerstellungNachdem die Qualität des Rohstoffs sichergestellt und das Ausgangsmaterial aufbereitet wurde, werden die Holzreste über ein schneckenförmiges Beförderungssystem zu den Pressen geleitet. Rollen, die im Fachjargon „Koller“ genannt werden, pressen das Holz durch Bohrungen, wodurch lange Holzwürste entstehen. Damit aus diesen Holz-Pellets werden, bringt ein Schneidesystem das Grundmaterial auf die richtige Länge. Bei diesem Vorgang kommt ein natürliches Phänomen zum Tragen, das die Holzpellets-Herstellung bedeutend einfacher und umweltfreundlicher macht. Die Hauptbestandteile von Holz sind Lignin und der pflanzliche Zellbaustoff Zellulose. Der beim Pressen notwendige Druck lässt das Lignin klebrig werden und sorgt für eine regelrechte Ummantelung der Zellulose. Aufgrund dessen behalten Holz-Pellets ohne weitere Bindemittel ihre Form und sind damit vollkommen naturbelassen.

Lediglich um eine gewisse Abriebfestigkeit sicherstellen zu können, wird den Pellets meist Stärke oder Mehl beigemischt. Bis maximal zwei Prozent ist dies zulässig – in der Regel finden aber nicht mehr als 0,5 Prozent dieser Stoffe Eingang in die Produktion.

Bevor die Holz-Pellets in das Kundenlager gelangen

Um einen Feinanteil von weniger als einem Prozent gewährleisten zu können, werden vor der Einlagerung im Silo und vor der Verladung in einen Silotankwagen der Abrieb und anderwärtige Feinanteile ausgesiebt.

Beim Kunden selbst werden die Pellets dann vorsichtig in das hauseigene Depot geblasen. Dabei liegt der Fokus darauf, so wenig Abrieb wie möglich entstehen zu lassen. Damit sind Holz-Pellets nicht nur eine der umweltschonendsten, sondern auch eine der saubersten und komfortabelsten Heizlösungen am Markt. Mittlerweile ist es sogar möglich, eine Smartphone-Steuerung für die Bedienung des Ofens einbauen lassen. Während des Heizbetriebs selbst fällt dann nicht mehr Arbeit an, als alle ein bis zwei Wochen die Asche zu entfernen.