Die einzelnen Schritte der Pelletherstellung

1. Der Rohstoff wird aufbereitet

Bei der Pelletherstellung werden Abfälle und Überreste aus der Holzverarbeitung zu Holzpresslingen mit sechs bis zehn Millimeter Durchmesser verarbeitet. Die Rohmaterialien erhalten die Pelletshersteller von holzverarbeitenden Betrieben, die dafür keine Verwendung mehr finden. Nach der Trocknung werden die Späne und Hobel zur Zwischenlagerung in ein Trockenspansilo geleitet. Von dort aus gelangt das Material in eine Säuberungsanlage, die Fremdmaterialien von den Holzstücken entfernt. Die Beschaffenheit und Qualität des Holzes ist bei der Verarbeitung ausschlaggebend für die Einstellung der Pelletspresse, die je nach Holzart mit geringerem oder stärkerem Druck die optimale Form und Dichte der Pellets sicherstellt.

2. Die Verarbeitung beginnt5545978_blog

Nachdem der Rohstoff für die Weiterverarbeitung präpariert wurde, werden die Späne in der Hammermühle auf circa sechs Millimeter verkleinert und anschließend durch die Zufuhr von Wasser auf einen Feuchtigkeitsanteil von zehn bis 15 Prozent angereichert. Im sogenannten Konditioneur wird neben der Befeuchtung auch die Vermischung des Rohstoffs mit Stärke vollzogen, wobei ein maximaler Stärkegehalt von 1,8 Prozent nicht überschritten werden darf. Nachdem die Holzspäne in einem Reifebehälter für zehn bis 15 Minuten gelagert wurden, erreichen sie schließlich die Matrizenpresse.

3. Die Holzspäne werden zu Pellets

Die Holzspäne sind inzwischen getrocknet, befeuchtet, mit Stärke versetzt und haben somit alle Aufbereitungsschritte durchlaufen, sodass sie jetzt in der Pelletspresse zum Endprodukt verarbeitet werden können. In der Matrizenpresse werden die Späne mithilfe von Kollerwalzen durch die Löcher der Matrize gepresst, wobei das im Holz enthaltene Lignin aktiviert wird. Durch den hohen Druck, der beim Pelletieren auf das Holz einwirkt, wird das Lignin klebefähig und sorgt damit für die stabile Konsistenz der Holzpellets.

4. Der Feinschliff

Im letzten Schritt der Pellets-Herstellung wird dem Holzpressling seine endgültige Form gegeben. Die Pellets werden auf die richtige Länge zugeschnitten und anschließend abgekühlt und ausgehärtet. Bevor sie schließlich zur Zwischenlagerung in ein Pelletssilo gelangen, werden die Holzpellets abgesiebt, um den Feinanteil zu verringern. Denn um die Zertifizierung ENPlus zu erlangen, darf der Feinanteil von Pellets ein Prozent der Gesamtmasse nicht überschreiten, da ansonsten der Heizwert der Holzpellets sinkt und die Heizanlage durch einen zu hohen Feinanteil beschädigt werden könnte. Als letzter Schritt werden die Pellets auf einen Tanklaster verladen, der die CO2-neutralen Energieträger schließlich zum Endverbraucher transportiert.