Pellets-Preisentwicklung – ein Überblick

In den vergangenen Jahren sind die Energiepreise zum Teil massiv angestiegen. Beim Begleichen der Tankrechnung, beim Bezahlen der jährlichen Heizkosten und bei der monatlichen Abbuchung des verbrauchten Stroms, gibt es langfristig gesehen Kostensteigerungen für den Kunden. Ähnliches zeigt sich auch bei der Pellets-Preisentwicklung. Doch steigt der Preis für die kleinen Holzpresslinge im Verhältnis moderat, während Brennstoffe wie Erdgas und Erdöl stark von der Weltwirtschaft abhängig sind und teilweise sprunghaft in die Höhe schießen können. Diese Sprunghaftigkeit trifft jedoch auch bei einem Preisverfall zu.

Günstiger Rohstoff – günstiger Energieträger

Pellets sind nicht nur aufgrund ihrer geringen CO2-Emissionen und ihrer Umweltfreundlichkeit beliebt, auch ihr Preis macht sie im direkten Wettbewerb beinahe unschlagbar. Eine Studie der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) sagt: Nach Scheitholz sind Holzpellets aktuell der günstigste Brennstoff am Markt. Das liegt ganz einfach an der Ressource aus der sie bestehen: Holz – genau genommen Restholz. In Österreich sind rund vier Millionen Hektar Fläche mit Wald bedeckt. Das ist beinahe die Hälfte des Bundesgebietes. Eine Ressource, die so stark vorhanden ist, stärkt die inländische Marktschöpfung. Der Marktpreis ist von keinen internationalen Notierungen abhängig.

Stabile Pellets-Preisentwicklung

Sieht man sich die Pellets-Preise der letzten zwölf Jahre an, zeigt sich ein massiver Vorteil dieses Energieträgers gegenüber anderen. Kaum ein zweiter Brennstoff kann eine derart stabile Preisentwicklung vorweisen. Ein Vergleich der durchschnittlichen Pellets-Preise aus den Jahren 2002 und 2012 zeigt, dass – unter Berücksichtigung der Inflation – die Preise 2012 niedriger waren als noch zehn Jahre zuvor.

Pellets auch in Zukunft billig

Langfristig wird sich am günstigen Preis für Holzpellets aller Voraussicht nach nichts ändern. Die Holzvorräte in den heimischen Wäldern werden aufgrund der nachhaltigen österreichischen Forstwirtschaft nicht erschöpfen. Ganz im Gegenteil: Schon seit Jahren exportiert Österreich einen Gutteil seiner Holzvorräte ins Ausland. Bei der Pellets-Preisentwicklung wird sich daher wenig tun. Unterstützt wird dies auch durch einen zunehmenden Wettbewerb am Pelletsmarkt aufgrund der steigenden Anzahl an Pelletsherstellern und -händlern. Ein leichter Preisanstieg als Folge der Inflation ist dennoch zu erwarten.

Kostensteigerungen durch höhere Anlagenpreise

Weil sich langfristig gesehen an den Kosten für den Energieträger selbst wenig tun wird, geht man davon aus, dass viele Anlagenhersteller ihre Preise erhöhen werden. Österreichische Kesselhersteller sind in Europa führend, sodass eine Pelletsheizung eine sehr hohe Wertschöpfungsdichte in AT hat.

Pellets-Preisentwicklung saisonal bedingt

Wie bei anderen Brennstoffen auch, schwanken die Preise für Pellets saisonal. Im Frühjahr und Sommer sind die Preise tendenziell am niedrigsten – wer über ein gutes Lager und die entsprechenden Bedingungen verfügt, kann also Geld sparen, indem er seine Pellets rund ein halbes Jahr vor der eigentlichen Heizsaison erwirbt.

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